Was ist Heimat? Ein Ort oder eine Landschaft? Eine Sprache oder eine Musik? Ein Geruch oder ein Geschmack? Und was bedeutet es, wenn man eine neue Heimat finden muss? Seit dem 1961 abgeschlossenen Anwerbeabkommen sind viele Türk*innen nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten. Sie wurden damals “Gastarbeiter” genannt, obwohl sie meist wenig Gastfreundschaft erlebten. Aus dem Weggehen auf Zeit wurde oft der Versuch einer dauerhaften Beheimatung in einer fremden Kultur.
Auch ins westfälische Ruhrgebiet und in die Stadt Ahlen kamen ab den 1960er Jahren Menschen aus der Türkei, um auf der Zeche „Westfalen“ Arbeit zu finden. Sehr viele von ihnen sind auch nach deren Schließung im Jahr 2000 geblieben und gehören heute längst zur Stadtgesellschaft. Aus diesem Grund richtet das Kunstmuseum Ahlen einen vertiefenden Blick auf künstlerische Reflexionen migrantischer Erfahrungen.
In einer umfangreichen Gruppenausstellung mit 16 renommierten Künstler*innen geht es um Erinnerungen an das in der Heimat Zurückgelassene, um Hoffnungen, die sich mit einem Neuanfangs in der Fremde verbinden und die schwierigen Pendelbewegungen zwischen unterschiedlichen Kulturen.
Kuratorinnen: Prof. Dr. Burcu Doğramacı und Prof. Dr. Marta Smolińska

Zur Ausstellung erscheint im
Wienand Verlag ein Katalog
mit Beiträgen von Burcu Doğramacı,
Marta Smolińska und Özge İnan.
An der Museumskasse für
30 Euro erhältlich.
Wir danken
Mit
Werken
von
Halil Altındere | İmran Ayata | Mehtap Baydu | Nezaket Ekici | Şakir Gökçebağ | Gülsün Karamustafa | Ekin Su Koç | Servet Koçyiğit | Bülent Kullukçu | Silvina Der Meguerditchian | Hakan Savaş Mican | Pınar Öğrenci | Cengiz Tekin | Güneş Terkol | Nil Yalter | Özlem Yenigül