Was ist Heimat? Ein Ort, eine Landschaft, ein Geruch oder vertraute Musik? Seit dem Anwerbeabkommen der 1960er-Jahre prägten Migration und kulturelle Verflechtungen das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei maßgeblich. Auch im westfälischen Ahlen suchten damals viele Menschen auf der Zeche „Westfalen“ Arbeit und eine neue Existenz – aus dem Weggehen auf Zeit wurde oft der Versuch einer dauerhaften Beheimatung in einer fremden Kultur.
Das Kunstmuseum Ahlen richtete in einer umfangreichen Gruppenausstellung einen vertiefenden Blick auf die künstlerischen Reflexionen dieser migrantischen Erfahrungen. 16 renommierte Künstler*innen aus dem türkischen Kulturraum beleuchteten in Installationen, Skulpturen, Fotografien und Videos die vielschichtigen Perspektiven zwischen Istanbul und Berlin. Ihre Arbeiten erzählten von der Erinnerung an das Zurückgelassene, von der Hoffnung auf Neuanfang sowie von den schwierigen Pendelbewegungen zwischen den Kulturen. Die gezeigten Positionen machten die Suche nach Identität und die Transformationen innerhalb einer global vernetzten Gesellschaft eindrucksvoll anschaulich.
Mit Werken von Halil Altındere | İmran Ayata | Mehtap Baydu | Nezaket Ekici | Şakir Gökçebağ | Gülsün Karamustafa | Ekin Su Koç | Servet Koçyiğit | Bülent Kullukçu | Silvina Der Meguerditchian | Hakan Savaş Mican | Pınar Öğrenci | Cengiz Tekin | Güneş Terkol | Nil Yalter | Özlem Yenigül