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Mit unnachgiebigem Blick rückten Anna (1936–2020) und Bernhard Johannes Blume (1937–2011) die kleinbürgerliche Lebenswelt der deutschen Nachkriegszeit in den Fokus. Eine wichtige Rolle dabei spielen die Dinge des Alltags, die in ihren Bildern scheinbar außer Kontrolle geraten. Auf den Fotografien treten sie selbst als Akteure auf. Ihre humorvollen Arbeiten sind präzise Kommentare zu gesellschaftlichen Normen und Themen, die bis heute nicht an Brisanz verloren haben. Das Kunstmuseum Ahlen widmet dem international renommierten Künstlerpaar eine große Überblicksausstellung und stellt ihr Werk in einen neuen, aktuellen Kontext: Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien, die Polaroid-Serien aber auch Zeichnungen und Objekte aus dem Nachlass von Anna und Bernhard Blume treten in einen Dialog mit internationaler zeitgenössischer Videokunst. Die Videos verdeutlichen die mediale Entwicklung und zeigen zugleich, dass die Fragen von Anna und Bernhard Blume – nach Identität, Geschlechterrollen, Partnerschaft und Kunst – immer noch aktuell sind und gerade heute mit neuer Dringlichkeit und feinem Humor gestellt werden müssen. Unsere vermeintliche Ordnung der ‚Dinge‘ bleibt eine Illusion, die das Künstlerduo in seiner provokant-chaotischen und absurd-philosophischen Bildwelt offenlegt. Kaum zu glauben – ein Ding der Unmöglichkeit!

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Nachlass Anna & Bernhard Blume und in Kooperation mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. 

Kuratorin: Dr. Anna Luise von Campe.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Anna Luise von Campe, Wolfgang Ullrich und Max Rosenbaum. 

An der Museumskasse für 28 Euro erhältlich.

Wir danken

Mit
Werken
von

Anna Anders | Banz & Bowinkel | Anna & Bernhard Blume | Alwin Lay | Wenfeng Liao | Augustin Rebetez | Maria Toboła